Wandern in den Alpen in Österreich

Eine schöne Wanderung in den Alpen

Die Alpen sind von Fernwanderwegen durchzogen, viele von ihnen waren ursprünglich Routen, die von Viehtreibern, Banditen und dem Militär benutzt wurden. In Österreich sind sie in gutem Zustand, sorgfältig ausgeschildert und sehr gut erreichbar aufgrund eines Netzes von Berg- und Almhütten, dank denen die Sie nicht soviel Ausrüstung und Lebensmittel mitschleppen müssen, wenn Sie sich auf eine Höhenwanderung begeben möchten.

Gepflegte Hütten dank Alpinvereinen

Diese Hütten sind oft massive Gebäude, die von den örtlichen Alpinvereinen gepflegt und bewirtschaftet werden. Einige dieser Hütten bieten sogar ausreichend Platz für 60 oder 70 Personen, in den meisten gibt es warme Speisen und Etagenbetten mit Matratzen in großen Schlafsälen und kleineren Räumen. Die Übernachtungskosten sind minimal, lediglich Speis und Trank sind aufgrund des aufwendigen Transportwegs ein wenig teurer als in den Alpenstädten und -dörfern. Die Vorräte kommen auf verschiedenen Wegen zu den Hütten:

Entweder mit einem robusten Geländewagen vom nächstgelegenen Almweg, durch eine improvisierte Seilbahn, per Hubschrauber oder sogar mit dem Fallschirm. Wie auch immer, diese Berghütten sorgen für das einmalige alpine Erlebnis.

Ausblick und Genuss beim Wandern erleben

Sie erlauben Wanderern, mit kleinem Gepäck (Kleidung und Zahnbürste) aufzubrechen und bieten die Möglichkeit, zu einer sonnenbeschienenen Terrasse zurückzukehren und dort nach einem anstrengenden Wandertag bei einem kühlen Bier den herrlichen Ausblick zu genießen. Die Bergluft macht auch Appetit auf die herzhaften Hüttenmahlzeiten, und dort ist es normalerweise nicht schwer, neue internationale Freundschaften zu schließen. In der Nähe des Ferienortes Kaprun gibt es beispielsweise eine Handvoll Hütten in der Tourismusregion Zell am See-Kaprun, knapp unterhalb des Großglockners, Österreichs höchstem Gipfel. Wenn Sie von der Gletscherbahn Kaprun, einem der wichtigsten Zugangspunkte, starten, können Sie die erste Hütte, die „Erzherzog-Johann-Hütte“, in rund drei Stunden erreichen. Bereits nach zwei Stunden sind Sie an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe angekommen, einer hohen Weide, wo Kühe zwei oder drei Monate im Sommer verbringen und die Hirten einen Kiosk betreiben, um Erfrischungen und ihren Käse zu verkaufen.

Erzherzog-Johann Hütte

Die weitläufige, komfortable Erzherzog-Johann-Hütte war ursprünglich das Quartier der Angestellten des Erzherzogs Johann an seiner Kapruner Residenz, also keine wirklich typische Almhütte, aber nach ein paar weiteren Dutzend Kilometern erreichen Sie die „Stüdlhütte“, eine robuste und exponierte Unterkunft, wo sich die Bergsteiger auf die Gipfelstürmung vorbereiten. Alternativ zu Kaprun könnte man auch weiter in Richtung des Großglockners laufen und in die „Salmhütte“ einkehren. Auf dem Rückweg nach Kaprun kommt man auch an der weltbekannten Skiabfahrtsstrecke „Glocknerumfahrung“ vorbei.

Öffnungszeiten der Hütten

Hütten wie diese sind in der Regel von Juni bis Anfang Oktober geöffnet, und normalerweise ist eine telefonische Kontaktaufnahme möglich, so dass man sich im Voraus erkundigen kann, ob genügend Platz für eine Übernachtung vorhanden ist, was eigentlich immer der Fall sein sollte. Auch wenn die Hütten zu kurzfristigen Ausflügen in die Alpen animieren, stellen sie keinen Grund dar, leichtsinnig zu werden: Vor Aufbruch sollten Sie sich den Wetterbericht anhören und eine Karte mit der Wanderroute, einen Regenschirm und einen Notfallkoffer organisieren.

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