Karnische Alpen

Karnische Alpen – Österreich

Das Gebirgsmassiv der Karnischen Alpen zieht sich entlang der Grenze zwischen Österreich und Italien. Der Begriff wurde erst im 19. Jahrhundert geprägt, als die Ostalpen in Karnische Alpen, Norische Alpen und Julische Alpen eingeteilt wurden. Die Karnischen Alpen reichen von der Piave im Westen bis zu Drau und Save im Osten. Das Hauptmassiv bildet ein stark ausgeprägter Kamm in west-östlicher Richtung von über 100 km Länge.

Der Hauptkamm
Im Westen beginnt der Gebirgszug mit dem Gipfel des „Helm“ (2.433 Meter), in seiner Mitte erreichen “Pfannspitze”, “Großer Kinigat” und “Hochweißstein” mehrmals an die 2.700 Höhenmeter. Höchster Gipfel der Karnischen Alpen ist die “Hohe Warte” mit 2.780 Metern.Mit dem Plöckenpass und dem Nassfeldpass durchqueren zwei wichtige Passrouten den östlichen Teil.

In den Karnischen Alpen befindet sich mit dem Eiskar der südlichste Gletscher Österreichs.Ihren Namen verdanken die Karnischen Alpen der Provinz „Carnia“ des Römischen Reiches. Entstanden ist er in Anlehnung an einen alten keltischen Namen. In der Karolingerzeit wurde die Region „Karantanien“ genannt und sowohl von Bayern wie auch von Slawen bewohnt.

Der Tourismus
Jahrhunderte lang war die Gegend im östlichen Grenzgebiet zwischen Italien und Österreich touristisches Niemandsland. Zu abgelegen, zu unwirtlich, zu rau. Erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt.

Bergwandern im Sommer
Die Karnischen Alpen sind ein beliebtes Wandergebiet. Hauptattraktion für den ambitionierten Bergwanderer ist der Karnische Höhenweg. Seine Grundlagen wurden im Ersten Weltkrieg gelegt, als beiderseits der Staatsgrenze Versorgungswege angelegt wurden. Die Entente zwischen Italien, Österreich und dem Deutschen Reich zerbrach und ab 1915 begann der Gebirgskrieg in den Karnischen Alpen.

Mit den Jahren aber verfielen große Teile der Wanderwege. Nach 1970 begann man, das Wegenetz wieder instand zu setzen, und nach Abschluss der Reparaturarbeiten im Jahre 1974 konnten die Wege für den Tourismus wieder genutzt werden.
Ein weiteres beliebtes Ziel für Bergtouristen ist der “Geo-Trail”, Europas längster geologischer Lehrpfad. Er führt vom Nassfeld hinauf nach Sillian. Dabei erläutern Schautafeln entlang des Weges die einzigartige Geologie der Karnischen Alpen dem interessierten Naturfreund genauer.

Museen und Projekte

Der Erste Weltkrieg hat seine deutlichen Spuren in dieser Region hinterlassen. Im schönen Flecken Kötschach-Mauthen haben die Dolomitenfreunde im Jahre 1992 zu diesem Thema das „Museum 1915 bis 1918 vom Ortler bis zur Adria“ eröffnet. Es ist wegen seiner informativen Ausstellungen mehrfach mit Preisen bedacht worden. Walther Schaumann rief dazu das Projekt der Friedenswege ins Leben.

Skitourismus im Winter

Gerne nennt sich diese Region auch stolz Kärntens „Naturarena“. Hier, an der österreichisch-italienischen Grenze, erwartet den passionierten Skiläufer der grenzenlose Wintergenuss. Das garantieren 145 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Das Nassfeld gehört zu einem der zehn beliebtesten Skigebiete Österreichs, der Weissensee bildet die größte Natureisfläche Europas, dazu kommen über 300 km Langlaufloipen und zahlreiche Angebote im Wellnessbereich.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>